Der Umbau

Das Design von Wohnmobilen zielt ganz sicher nicht auf unsere Generation ab, das haben wir sehr schnell rausgefunden. Die Designs sind sehr antiquiert, so auch bei unserem Knaus. Unser Plan war also, mit möglichst wenig Budget und Aufwand, das Innendesign des Wohnmobils nach unseren Vorstellungen zu verändern und Ausrüstung, die wir gerne noch zusätzlich haben wollten, zu verbauen.

Bezüge und Vorhänge

Die schnellste und einfachste Art, einen Innenraum umzugestalten, sind sicherlich neue Stoffe. Also haben wir uns einen Stoff für die Polster ausgesucht und zum Schneider gebracht (Stoff 119,- + 400,- fürs Nähen). Die Blenden für die Wände konnten wir selbst beziehen. Hier ein Tipp am Rande: Mit einem Elektrotacker macht das zwar wahnsinnig viel Spaß, aber achtet auf die Länge der Tackernadeln, sonst schießt ihr durch das Brett durch. Ein gewöhnlicher Tacker tut’s auch.
Die weißen Spitzengardinchen sind ersatzlos rausgeflogen, lediglich neue Vorhänge haben wir angebracht (Vorhangstoff 45,-). Hier haben wir nichts fürs Nähen zahlen müssen – herzlichen Dank an unsere Freundin Jenny, die bis ein Uhr nachts an der Maschine saß!! Noch zwei Kissen von IKEA – fertig.

Vorher:

  Nachher:

Lampen und Elektronik

Um Energie zu sparen haben wir sämtliche Lampen ausgebaut und gegen LEDs ausgetauscht. Außerdem haben wir uns eine Solaranlage fürs Dach (um möglichst autark zu sein) und eine Rückfahrkamera gegönnt. USB-Steckdosen für unsere Laptops, Handys, Kamera, Bosebox und was wir sonst noch laden müssen. Beim Anbringen und vor allem Verlegen des Stroms hat uns Ulis Vater sehr geholfen.

Das Bett

Das Bett im Alkoven hat einen vernünftigen Lattenrost, was wir schonmal super fanden. Die Schaumstoffmatratzen sind für einen Urlaub sicher auch okay, aber nicht für ein ganzes Jahr. Also haben wir eine richtige Matratze reingelegt. Aus den alten Schaumstoffmatratzen haben wir Teile ausgeschnitten und die Lücken rund um die Matratze geschlossen, um eine durchggehende Liegefläche zu haben.

 

Stauraum

Der Knaus hat einen Außenschrank, in dem wir gerne Tisch, Stühle, Grill, Stromkabel und dergleichen unterbringen möchten. Die Vorhandenen Regalbretter haben wir hier ausgebaut und auf die Größen unseres Equipments angepasst. Ein Haken sorgt dafür, dass die Kabel nicht überall rumfliegen und die Stange, um die Markise auszufahren, hat jetzt auch einen festen Platz zum einhaken. Im Kleiderschrank gab es keine Regalböden, die haben wir noch eingebaut, damit jeder zwei Fächer für Klamotten hat.

Der Hund

Um Pepito während der Fahrt sicher unterzubringen hatte ich einen Hundeanschnallgurt gekauft. Doch dann fanden wir die Idee doch schwierig, dass der Hund während der Fahrt auf der Sitzbank liegt – was passiert bei einer Bremsung? Fliegt er dann nicht vom Sitz und hängt unbequem am Gurt fest? Also haben wir uns was anderes einfallen lassen und zwischen die beiden Sitzbänke ein abnehmbares Netz gespannt. Jetzt hat Pepito unter dem Tisch ein gemütliches Nest und wird vom Netz aufgefangen, sollte die Fahrt mal turbulenter werden. Er fühlt sich bereits sehr wohl in seiner Höhle und sieht auch während der Fahrt keine Veranlassung, diese zu verlassen, sondern schläft genüsslich ein, sobald der Wagen sich in Bewegung setzt.

Der Umbau: 1 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 5
5,00 von 5 Sternen, basierend auf 1 abgegebenen Bewertungen. Wie findest Du den Artikel?

Loading...
Möchtest Du wissen wie unsere Reise weitergeht? Was wir noch so alles erleben?
Dann trage einfach Deine E-Mail-Adresse hier ein und wir schicken Dir sonntags die Erlebnisse und Eindrücke unserer letzten Reisewoche. Probier es doch einfach aus, Du kannst dich jederzeit einfach wieder abmelden.

Hey, ich bin Uli und erfülle mir mit dieser Reise einen meiner Lebensträume.
Bevor ich mein Leben in Kisten gepackt und ein Wohnmobil gekauft habe, habe ich neue Sachen mit dem Internet gemacht.
Ich mag das Geräusch des Regens auf dem Wohnmobildach, Sternenhimmel und Querfeldeinwanderungen mit Pepito.

2 Kommentare bei „Der Umbau“

  1. Hallo,

    einfach mit Stoff zum nächsten Näher gegangen und gesagt “überzieh”? Guter Tipp …

    1. Änderungsschneidereien machen das meistens nicht, da die nicht mit so dickem Stoff arbeiten können.
      Aber einfach Fragen, meistens kennen die jemanden. Oder direkt zum Polsterer.

Schreibe einen Kommentar